aktuell, 05.03.2026
Erste Staubfahnen aus der Sahara erreichen derzeit Mitteleuropa. Langjährige Messreihen zeigen: Solche Ereignisse treten regelmäßig auf – im März sind sie jedoch deutlich seltener als in anderen Monaten!
Aktuell ziehen erste Schwaden von Saharastaub über Mitteleuropa.
In speziellen Darstellungen sind die Staubkonzentrationen bereits gut erkennbar, im sichtbaren Satellitenbild hingegen bislang kaum wahrnehmbar.
Einen Einblick in die Häufigkeit solcher Ereignisse liefern historische Beobachtungen aus Arosa in der Schweiz.
Dort liegen am ehemaligen Sanatorium Arosa Aufzeichnungen zu sogenannten „Staubfällen“ vor, die bis ins Jahr 1936 zurückreichen.
Die Daten zeigen, dass Saharastaub insbesondere im Alpenraum ein vergleichsweise häufiges Phänomen ist – im Durchschnitt tritt er etwa sechs Mal pro Jahr auf, meist in Verbindung mit Niederschlag.
Im März sind solche Staubereignisse hingegen deutlich seltener, aber keineswegs außergewöhnlich: Ein markantes Beispiel ist das Jahr 1937, als es am 17. und 20. März zu einem kräftigen Staubfall kam. Die damalige Wetterlage weist Parallelen zur aktuellen Situation auf.
Der Blick in die Vergangenheit macht deutlich: Saharastaub gehört zwar nicht zum Alltagswetter, ist aber ein wiederkehrender Bestandteil der atmosphärischen Dynamik über den Alpen und Mitteleuropa.
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