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Pflanzen als Energiespender

Neue Energien, 11.09.2019

Über Raps und seine Marotten

Erneuerbare Energien umfassen nicht nur unsere Solaranlagen auf den Dächern und Windräder auf der Wiese, sondern auch unsere Pflanzen. Besonders naturfreundlich soll dieser Vorgang sein. Welche Pflanzen eigen sich besonders gut für die Energiegewinnung und ergeben sich Nachteile für die Natur?

Rund 2,2 Millionen Hektar Agrarfläche wird in Deutschland für den Abbau von Energiepflanzen genutzt. Das macht rund ein Fünftel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. Durch die Verbrennung der festen, flüssigen oder gasförmigen Pflanzenprodukte wird aus ihnen schließlich die Energie gewonnen.

Mais und Raps sind ganz vorne mit dabei, wenn es um die Energiegewinnung aus Pflanzen geht. Raps ist vor allem für seinen anspruchslosen Anbau bekannt und diente noch vor einigen Jahren vordergründig als Margarine-Grundstoff. Heute sehen wir meist das Land vor lauter Raps nicht mehr. Es hat sich einen festen Platz in der Agrarkultur geschaffen.

Doch der Anbau von Raps und Co hat auch seine schlechten Seiten.

Dies ist vor allem auf den hohen Verbrauch von Pestiziden, insbesondere beim Rapsanbau, zurückzuführen. Viele Blüten des bei Bienen als Nektarquelle beliebten Rapses enthalten dadurch Pestizidreste. Aber auch Mais hat einen hohen Bedarf an Stickstoffdüngung, der nicht vernachlässigt werden sollte. Die Emission von Stickoxid N2O sei teilweise so hoch, dass sie mit entstandenen Emissionen von fossilen Energieträgern vergleichbar sei.

Wissenschaftliche Studien sind zu dem Ergebnis gelangt, dass sich eher mehrjährige Gräser und Bäume langfristig für eine energetische Nutzung eigen. Diese bedürfen weniger Pestizide und können auf nährstoffärmeren Flächen angebaut werden. Auch weiter Nutzpflanzen wie Getreide, Zuckerhirse und Sonnenblumen werden zurzeit auf ihre Eignung für Biogasanlagen getestet.

Energiepflanzen gelten zwar als besonders umweltfreundlich, bringen aber dennoch erhebliche Nachteile mit sich. Ein Abwägen der Vor- und Nachteile ist demnach unerlässlich.

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